Blut

geschrieben von Lady Saphira

Blut... spricht man über den Mythos des Vampirs kommt man um diesen faszinierenden Stoff einfach nicht herum.

Zur Einleitung zuerst einmal eine Definition aus dem Lexikon:

Blut:

Im Blutgefäßsystem zirkulierende Körperflüssigkeit, die aus Blutplasma und Blutzellen besteht. Hauptaufgabe des Blutes ist die Atemfunktion, d. h., den Sauerstoff zu den Geweben zu transportieren und die Kohlensäure aus den Geweben zur Lunge. Weiter transportiert das Blut Stoffwechselabbauprodukte zu den Nieren, Nährstoffe aus Darm und Leber zu den Geweben sowie Hormone und Vitamine. Darüber hinaus hat das Blut eine Abwehrfunktion gegen Krankheiten und körperfremde Stoffe und regelt die Ableitung überschüssiger Wärme aus dem Körperinnern an die Körperoberfläche. Im Dienste der Blutstillung sorgt es auch für die Blutgerinnung. Blut besteht zu etwa 55% aus Blutplasma, einer Flüssigkeit, die u. a. Eiweißstoffe, anorganische Salze und Transportstoffe enthält. An festen Stoffen sind im Blut rote Blutkörperchen (5 bis 5,5 Mill. pro mm3), weiße Blutkörperchen (3.000 bis 10.000 pro mm3) und Blutplättchen (250.000 bis 400.000 pro mm3 im Durchschnitt beim erwachsenen Menschen) enthalten. Alle Bestandteile des Blutes haben ganz bestimmte Aufgaben. Die roten Blutkörperchen bewältigen den Transport des Sauerstoffs. Die weißen Blutkörperchen haben die Krankheitserreger abzuwehren und Zell- und Gewebereste zu beseitigen. Die Blutplättchen sind für die Blutgerinnung von Bedeutung. Der erwachsene Mensch von 70 kg hat 5 bis 5,5l Blut.

(Quelle: Duden)

Wenn man weiter in der Geschichte zurückreist, findet man immer wieder Berichte über den Saft des Lebens.

Das Blut wurde von alters her als Sitz der Seele oder des Lebens angesehen. Weltweit wurden ihm Heil- und Zauberkräfte zugewiesen. Man wandte eigenes oder fremdes Blut zur Heilung von Erkrankungen an, 
trank das Blut erschlagener Krieger, um deren Kraft zu erlangen oder brachte Blutopfer dar. In vielen Kulturen wurden Blutsbrüderschaften geschlossen. Andererseits wurden mit Blut befleckte Menschen, z.B. Frauen nach der Menstruation oder Krieger nach einer Schlacht mit speziellen Ritualen belegt und mussten gereinigt werden. Sogar noch heute bringen Naturvölker Blutopfer dar.

Allerdings wurde durch den roten Lebenssaft nicht nur die Phantasie von "Zauberern" und Mystikern angeregt. Blut hat zu allen Zeiten auch das Interesse der Ärzte geweckt, die ihn zur Behandlung von Patienten einsetzen wollten. Die erste bekannte Bluttransfusion wurde im Jahre 1492 durchgeführt, bei der drei 10-j. dem im Sterben liegenden Papst ihr Blut gaben. Die Kinder überlebten diese Experiment nicht, und auch der Papst blieb so krank wie zuvor. Die meisten Experimente, die in den letzten Jahrhunderten durchgeführt wurden, erscheinen uns heute haarsträubend, vor allem wenn man bedenkt
das die naturwissenschaftliche Erforschung von Blut erst vor knapp 100 Jahren begann. 

Auch der christlichen Religion kommt dem Blut eine besondere Rolle zu, sprechen wir doch auch noch heute z. B. von Blutreliquien und Blutwundern. Bei den Zeugen Jehovas gilt jede Blutübertragung als gegen Gott gerichtet und ist daher strikt verboten, auch wenn es dadurch schon zu einigen Todesfällen kam.

Diese Liste könnte jetzt immer so weiter geführt werden aber es würde uns nur beweisen, dass Blut schon immer einen gewissen Reiz auf die Menschheit ausübte.

Aber was macht den Mythos des Blutes wirklich aus?

das blutrot, der Tod, das Leben, der Schmerz, die Erlösung, die Sünde, die Erotik, die Leidenschaft, das Tabu... was ist es?

Es gibt so vieles und noch mehr, was mit Blut in Verbindung gebracht wird, doch genau erklären können wir es nicht.....

Es ist und bleibt trotz aller wissenschaftlichen Fakten ein Mythos - wie Goethe einst schon schrieb:

Blut ist ein ganz besonderer Saft!